Quantitätsgleichung

Die Quantitätstheorie des Geldes (Geldmengentheorie) besagt, dass eine Erhöhung der Geldmenge in einer Volkswirtschaft, ohne entsprechende Zunahme der Güterproduktion, langfristig direkt zu einem höheren Preisniveau (Inflation) führt.

Sie verdeutlicht den Zusammenhang, dass mehr Geld auf gleichbleibende Güter trifft, was deren Wert mindert. 

Zentrale Aspekte der Quantitätstheorie:

  • Kernaussage: Die umlaufende Geldmenge und das Preisniveau sind proportional zueinander. Eine Verdoppelung der Geldmenge führt langfristig zu einer Verdoppelung der Preise.
  • Quantitätsgleichung (Verkehrsgleichung): 

Formuliert von Irving Fisher, lautet sie
Gütermenge = Geldmenge

H*P=M*U

 

H: Handelsvolumen / Reales BIP (Güterseite)

P : Preisniveau

M: Geldmenge ( M1,M2,M3) 

U: Umlaufgeschwindigkeit des Geldes

 

Annahmen: Klassisch wird angenommen, dass die Umlaufgeschwindigkeit (U) und das reale Handelsvolumen (H) kurz- bis mittelfristig konstant sind.

Ursprung & Bedeutung: Ursprünge gehen bis ins 16. Jahrhundert (u.a. Kopernikus) zurück.
Sie ist ein Eckpfeiler des Monetarismus (Milton Friedman), der Inflation primär auf eine zu starke Ausweitung der Geldmenge zurückführt. 

Kritik:
Die Theorie wird teilweise als empirisch widerlegt betrachtet, da der direkte Wirkungskanal von Geldmenge zu Preisen umstritten ist und die Umlaufgeschwindigkeit nicht zwingend konstant bleibt. Totzdem ist es ein guter erster Ansatz, mit dem gezeigt werden kann, dass eine Ausweitung der Geldmenge ohne berücksichtigung des Wirtschaftswachstums Auswirkungen auf die Preise haben kann.